Reggio Emilia

Die Einrichtung befindet sich im Zentrum von Friedrichsthal.
Elemente der Reggio Pädagogik sind Grundlage unseres Konzeptes.
Es gibt in der Reggio Pädagogik ein Bild vom Kind, in dem man davon ausgeht, dass jedes Kind gleich nach seiner Geburt über Fähigkeiten verfügt, die es selbständig weiterentwickeln kann. Diesem Bild folgt auch unsere Konzeption. Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist es, das einzelne Kind zu verstehen. Die Erzieher sehen sich als gleichberechtigte Partner von Eltern und Kindern. Eine enge Zusammenarbeit ist erwünscht. Reggio Pädagogik ist eine Pädagogik des „Werdens“. Das Kind ist Akteur seiner eigenen Entwicklung.

Die Rolle des Erziehers ist in Reggio eine andere. Sie geben den Kindern keine Lösungsmöglichkeiten bzw. Wege vor und belehren nicht, sondern geben ihnen neue Impulse, regen sie durch Fragen an, Neues auszuprobieren, hören zu und begleiten sie bei ihren Erfahrungen.
Die Erzieher haben die Aufgabe, bei den Kindern die selbstlernenden Kräfte zu mobilisieren. Sie sollen aus eigener Motivation heraus, nach ihren Bedürfnissen lernen.
Um dem anforderungsvollen Konzept gerecht zu werden, wurden alle pädagogischen Fachkräfte speziell auf die Reggio Pädagogik hin fort- und weitergebildet.

Projektarbeit ist das Herzstück der Reggio Pädagogik, gewonnen z. B. aus dem Alltag kindlicher Aktivitäten, Beobachtungen, Fragen, Vorschlägen und eingebunden in den Alltag der Einrichtung und deren Umfeld.
So werden die Kinder im Projekt „Leuchtpol“ durch unser Schlüsselthema „Energie“ für den bewussten Umgang mit Energie und natürlichen Ressourcen sensibilisiert.
Da die Reggio Pädagogik von der Projektarbeit lebt, sind wir bereits seit Jahren auch „Haus der kleinen Forscher“.
Kinder haben die Möglichkeit, ihre Entdeckungen, Erlebnisse, Empfindungen, Deutungen mit „Hundert Sprachen“ zum Ausdruck zu bringen. Es kommt dann nicht auf das Ergebnis an, sondern auf den Weg zum Ziel. Die Erzieher beobachten die Kinder dabei genau und analysieren, denn häufig ergeben sich Projekte aus der Analyse vielfältiger Aufzeichnungen. Diese Aufzeichnungen existieren in Form von Tagebüchern, Beobachtungsprotokollen und Mitschnitten kindlicher Gespräche. So ist der Entwicklungsweg auch für Außenstehende nachvollziehbar.

Die Entwicklungsdokumentation der Kinder beginnt in der Krippe und wird bis zum Schulbeginn weitergeführt. Als Form der Dokumentation haben wir die validierten Grenzsteine der Entwicklung gewählt.
Die Projektarbeit wird durch die so genannten „sprechenden Wände“ festgehalten und dokumentiert. Um transparent zu sein, wird den Eltern täglich an der entsprechenden Infotafel mitgeteilt, welche Angebote unterbreitet wurden und welche Bildungsbereiche diese beinhalteten.

In unserer Einrichtung gibt es keine festen Gruppen. Es gibt aber Normen, Regeln und Sanktionen, die gemeinsam mit den Kindern erarbeitet und festgelegt werden.
Aus traditionellen Gruppenräumen werden Kreativräume, die nach den Bedürfnissen der Kinder ständig neu ausgerichtet werden. Alle Räume haben Aufforderungscharakter und sind veränderbar. Die Kinder finden sich nach Interessen in den Räumen zusammen,- Interessen, die sie dann auch leben.
Besonders charakteristisch für die Reggio Pädagogik sind Spiegel und unterschiedliche Ebenen, sowie Verkleidungszonen.